Andreas Noßmann

„Zum Treffpunkt im Unendlichen“
Bleistift, Farbstift, Aquarell, Tusche
Format: 35,0 x 50,0 cm
Weitere Infos auf Anfrage.

Die einzig „wahrhaftige“ Wahrheit liegt wahrscheinlich im Unendlichen; an einem unbestimmbaren Punkt an dem alle, dem Jüngsten Gericht gleich, Rechenschaft ablegen müssen.
Diese Zeichnung firmiert bewusst unter dem Titel des dritten Romans von Klaus Mann: „Zum Treffpunkt im Unendlichen“.
Klaus Mann, der älteste Sohn vom Schöpfer der „Buddenbrooks“ und Nobelpreisträger Thomas Mann, gilt schriftstellerisch wohl als das talentierteste unter den sechs Kindern der Familie Mann. Seine meist autobiografisch durchwachsenen Essays und Romane sind nicht nur Spiegelbild und Zeitreflektion eines schwierigen extrovertierten Selbst, sondern sind immer wieder auch latent durchdrungen von der schmerzlich empfundenen  Distanz zum Übervater Thomas Mann, zur Familie sowie geprägt von der wachsenden Besorgnis um die politische Entwicklung in Deutschland, die ihn letztendlich schon 1933 aus München vertrieb.
Klaus Mann schreibt im Exil seinen Roman „Mephisto“.  Deutlich auszumachen ist hier als Vorbild zu seiner Titelfigur sein ehemaliger Freund und Schwager, der  Schauspieler Gustav Gründgens; die Geschichte eines blinden Karrieristen welcher, trotz anderer politischer Überzeugung, im Dritten Reich sich anpasst, alles Vorherige verleugnet und somit zu Ruhm und Ehre gelangt.
Klaus Mann kommt im Nachkriegsdeutschland –  mit der Welt „nach Hitler“, nicht mehr ins Reine. Während sich sein Protagonist aus „Mephisto“ schon wieder auf den großen Bühnen feiern lassen darf, werden seine Bücher in der neugegründeten BRD und DDR  totgeschwiegen, oder wie der „Mephisto“, per einstweilige Verfügung von der Familie Gründgens ganz verboten. Klaus Mann nimmt sich 1949 das Leben.
Es ist vor allem dem ständigen Wirken der älteren Schwester Erika und auch dem jüngeren Bruder und großen Historiker Golo Mann zu verdanken, dass das literarische Erbe von Klaus Mann dann doch jene heutige Bedeutung erlangt und nun als authentische „Exil – Literatur“ ihren Platz in der Geschichte  gefunden hat.
Als Klaus Mann Adolf Hitler in den 1920er Jahren im Münchner Hofbräuhaus reden schwingen hört war er noch wie viele andere Intelektuelle der Meinung, dass ein „so hässlicher Demagoge“ nie wirkliche politische Macht erlangen könne. Eine Meinung, die er jedoch angesichts der zunehmenden Brutalität und dem Fanatismus mit denen die Nazis gegen ihre Gegner und  auch gegen die Machtstellen der Weimarer Republik agierten, schnell wieder revidierte.
Es gehörte viel Mut dazu sich öffentlich gegen die aufkommende politische Strömung der Nazis zu stellen. Und es gehörte noch mehr Kraft und Energie dazu sich dann, als das eigene Leben dadurch in Gefahr geriet, dass Land, die Heimat und die Kultur, in dessen Sprache man das Instrument seiner Kunst gefunden hatte, zu verlassen – um sich dann, als all das was man mahnend voraus gesehen hatte eintraf und mit voller Wucht zur Katastrophe führte, dennoch auch weiterhin als unwillkommener Deutscher ohne Heimat zu fühlen.
Die Reihen der Mahner vor dem aufkommenden Dritten Reich waren im Vergleich zu jener Gruppe die immer noch der Meinung war, es werde schon nicht so schlimm werden wie befürchtet, eher dünn bestückt. Dabei monierte Klaus Mann später im Tagebuch zu Recht, dass jeder es hätte voraus sehen können. Man hätte nur einmal „Mein Kampf“ lesen müssen. Aber nicht nur die meisten der Deutschen haben damals „Mein Kampf“ wohl nie gelesen. Auch im Ausland ist Hitlers Machwerk vom Wahn eines Großdeutschen Reich scheinbar lange ungelesen geblieben.
Gleich nach der Machtergreifung Hitlers 1933 ging das Terrorregime an die Verwirklichung dessen, was „er“ bereits 1925 in seinem Buch angekündigt hatte. Gleichschaltung der Presse,  das Ausschalten von Oppositionellen, die offene Verfolgung von „rassisch Minderwertigen“, die Vertreibung und Deportation der Juden – Menschen verschwanden ganz einfach über Nacht in schnell errichteten Konzentrationslagern, doch im Ausland regt sich kaum offener Protest.
Im Gegenteil, selbst nach drei Jahren offenem Terror gegen das eigene Volk ist die Welt zu Gast im Reich: Mit der  Olympiade 1936 bietet man dem Diktator die  Möglichkeit sich und seine Schergen als friedliebende Lenker Deutschlands zu präsentieren. Und selbst noch 1938, als die Pogromnacht den vorläufigen Höhepunkt der Judenverfolgung markiert, regt sich im benachbarten Ausland oder im Rest der Welt noch immer kein spürbarer Protest. Man ist auf dem Höhepunkt der Appeasement Politik. Die Ignoranz gegenüber Hitler im Großteil der deutschen Bevölkerung, welche ihm letztendlich zu Macht verhalf, schwappt nun auch über ins benachbarte Ausland und verhilft ihm zu wachsender Außenpolitischer Bedeutung: Man schenkt ihm das Saarland, dann Österreich und verrät zu Letzt noch die Tschechoslowakei.
Die Nazis sind auf dem Höhepunkt – die jüdischen Gemeinden in Deutschland sterben weiter – die zahllosen Emigranten verzweifeln immer mehr.
Erst als sich der Machthungrige Diktator 1939 auch noch Polen einverleiben will, überspannt er den Bogen und er bekommt endlich was er immer schon wollte – seinen großen Krieg, denn Europa stellt sich gegen ihn.
Auch wenn von nun an die tagespolitischen Themen in der ausländischen Presse geprägt sind von den Ereignissen an den jeweiligen Kriegsschauplätzen, so werden doch nun im zunehmenden Maße auch die Gräueltaten der Nazis am eigenen Volk thematisiert, vor allem aber der Begriff Holocaust macht immer mehr die Runde, obwohl sich bis zu Letzt wohl kaum einer das Unvorstellbare wirklich hatte vorstellen können. Das wirkliche Ausmaß des Grauens wird erst nach dem Fall Nazi-Deutschlands im vollen Umfang sichtbar und lässt die Welt in Entsetzen erstarren.
Die Welt – nun endlich steht sie geschlossen gegen Hitler. Nur eine Großmacht, wenn auch nicht von weltlicher Natur, ziert sich – die römisch katholische Kirche. Jene Kirche die Jesus von Nazareth, den Juden, als Ikone vor sich her trägt weigert sich gegen die Nazis offen Stellung zu beziehen. Scheinbar aus Angst vor Repressionen gegen christliche Einrichtungen in Deutschland und Österreich sieht sich Papst Pius XII. genötigt, die zahlreichen Bitten um Verurteilung Hitlers und dessen Judenverfolgung zu ignorieren. Auch wenn sich im geheimen die Kirche der Verfolgten annimmt (alleine in Rom werden 6.000 Juden in kirchlichen Einrichtungen vor der Deportation versteckt), so bleibt es offiziell doch bei seiner schweigenden Neutralität, welche von vielen Christen weltweit mit großer Scham und Unverständnis aufgenommen wurde.
Knapp 2000 Jahre nach dem Tod des Königs der Juden erleiden die Nachkommen des Volkes Christi einen millionenfachen Holocaust, ein Golgatha gigantischen Ausmaßes ohne den helfenden Zuspruch jener Kirche, die einst für „Ihn“ und seinen „Vater“ errichtet wurde.

[…] Andreas Noßmann […]

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Astrid Hübbe

"Farbflächen"

„Farbflächen“
Öl, Tempera auf Leinwand,  150,0 x 135,0 cm

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ASTRID HÜBBE

1948
geboren in Hamburg
1966-1970
Studium der Malerei, Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung, Hamburg
1970- 1971
Meisterschülerin bei Wilhelm M. Busch, Fachhochschule für Gestaltung, Hamburg
1971-1974
Studium der Malerei an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg
1974- 1978
Studium der Pädagogik an der Universität, Hamburg und Köln

seit 1992
freischaffend als Bildende Künstlerin in Oldenburg tätig
2011
Gründung: KunstHaus Alte Schule Wardenburg

Kunstpreise:
1988
Kunstpreis des Kunstvereins Wilhelmshaven
2007
Kunstpreis Reflexionen über Paula Modersohn-Becker, Kunstverein Langenfeld (Köln)

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

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Monika Fissek

"Hirsch"

„Hirsch“
Technik: Öl auf Leinwand
Format: 150,0 x 135,0 cm

Weitere Infos auf Anfrage.

Monika Fissek,
geboren 1952 in Schweinfurt begann vor 30 Jahren mit der Malerei. Nach Aufenthalten in verschiedenen Bundesländern, wo sie jeweils intensiv in Malklassen von ortsansässigen akademischen Künstlern lernte, arbeitet sie jetzt in Norddeutschland selbstständig von gelegentlichen Seminarbesuchen abgesehen.

Die Farbe Weiß ist ein Hauptthema. Großformatige Blüten, aber auch Tiere oder Porträts wiederholen sich in Intervallen. Die Bilder müssen trotz einer gewissen Opulenz und eines groben Striches leicht und transparent wirken.
Das Spannende dabei ist, wie aus einem Motiv ein Bild entsteht.

 

Willi Landsknecht

Willi Landsknecht

„Schiff“
Technik: Mischtechnik auf Leinwand
Format: 80,0 x 80,0 cm

Weitere Infos auf Anfrage.

Willi Landsknecht
Jahrgang 1955, verheiratet, zwei Kinder.
Von Kindesbeinen an bis ca. 1990 habe ich meinen spassmässigen künstlerischen Schwerpunkt in der Musik gelebt,
in den Jahren von 1975 bis 1990 in verschiedenen Rockbands als Sänger, Texter, Produzent, vor allem mit meiner/unserer Band MARILYN von 1979 bis 2000.

Ab 1990 änderte ich den Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeit auf die Bildende Kunst.
Ich habe in verschiedenen Sparten gearbeitet, Klangarbeit, Installationen, Theater, Objekte, Malerei.

Claudia Küster

Claudia Küster

„Stillleben“
Technik: Mischtechnik auf Leinwand
Format: 80,0 x 80,0 cm

Weitere Infos auf Anfrage.

Claudia Küster

1965 geb. in Diepholz, Niedersachsen.
1986/87 Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin in Heidelberg.
1988 Diplom in Münster.
1988-1990 tätig als Fremdsprachenkorrespondentin in Münster
1990-1994 Arbeitsaufenthalte in Kalifornien, Mexiko, Frankreich und Spanien, mittlerweile der freien Malerei zugewandt
1994 Studium für Grafik-Design in Münster
1996 Geburt von Tochter Julie
2000 Studienabschluß, (Diplom bei Prof. Wolfgang Troschke)
2002 Auslandsaufenthalt (Spanien)
seit 2001 professionell als freischaffende Künstlerin tätig

Günther Burr

Günther Burr "Blumen"

„Blumen“
Öl auf Leinwand 90,0 x 80,0 cm

Günther Burr

geboren am 31.08.1943 in Würzburg als Sohn des Kunstschlossermeisters Johannes Christian Burr. Daher bekannt mit der Kunst im Handwerk seit seiner Jugend. Erste Förderung, malerische und zeichnerische Ausbildung bei Stud. Prof. Büchel, Würzburg.

Ab 1964 – zeitweise parallel- Ausbildung und Mitarbeit im Atelier des akadem. Kunstmalers und Kokoschka-Schülers Dieter Lukas-Larsen in Düsseldorf. Es überwiegt zu jener Zeit die klassische Öl- und Aquarellmalerei. Zusätzliche Experimente mit Grossflächenmalerei. Zusammenarbeit mit Galerien und Kunsthandel.

Ab 1969 eigenes Atelier in Karlstadt a. Main. Es dominieren in der Motivwahl fränkische Landschaften, in denen trotz des deutlich impressionistischen Einschlags die Romantik der Landstriche, Städtchen und Dörfer lebendig bleibt.

Nach Stationen in Würzburg und Regensburg lebt der Maler seit 1980 in Franken. Seine Arbeiten zeigen eine bemerkenswerte Vielseitigkeit im Bebrauch malerischer Ausdrucksmittel und Techniken. So reicht das Spektrum von konservativer Ölmalerei mit gegenständlichen Motiven übe abstrakte Darstellungen, luftig weiche Aquarelle, interessante Mischtechniken, bis hin zu ausgefallenen Collagen unter Verwendung unkonventioneller Materialien in Air-Brush-Techniken.

In den letzten Jahren entstehen immer mehr Abstraktionen mit eruptivem Charakter, oft wird Tiefe, Ursprünglichkeit oder Unendlichkeit assoziiert. Nach Auffassung des Malers müssen dich die Kompositionen trotz aller Emotionen in der Darstellung immer als positiv stimulierende Begleiter der Menschen in deren Wohn- oder Lebensumfeld eignen. Aufreizende Provokationen liegen nicht in der Art und Intention des Künstlers.

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Walter Rohrbach

Walter Rohrbach "Am Meer"

„Am Meer“
Öl auf einer Holzplatte,  35,0 x 68,0 cm

Walter Rohrbach
wurde am 21.03.1939 in der Hessischen Vorderrhön geboren.

In der Familie der Mutter findet man durch Generationen Kirchenmaler. Auch der Bruder der Mutter ist akademisch ausgebildeter Maler. Walter Rohrbach, ebenfalls naturbegabt für Malerei, begann schon in der Grundschule mit Malereien der Natur und fand während seiner Schulzeit besondere Förderung durch seine Lehrer.

Auf Verlangen der Eltern wurde als Berufsgrundlage die Beamtenlaufbahn gewählt. Die Liebe zur Malerei wurde mit allen Möglichkeiten zur Ausbildung genutzt und der Beamtenberuf aufgegeben, um sich nur noch der Jagd- und Landschaftsmalerei zu widmen.

Seine Arbeiten aller Größen, in Öl, Aquarell, Pastell und Tempera, finden bei Kennern schon lange Anerkennung. Hier sind besonders die Tier- und Jagdgemälde zu erwähnen, die anspruchsvollen Vorstellungen gerecht werden. Auch seine Blumenaquarelle, Arbeiten von Land- und Ortschaften aus der Rhön finden stets Beachtung.

Ausstellungen in Fulda, Böblingen, Sindelfingen, Nürnberg, Dortmund, Kassel und bekannten Galerien in der Bundesrepublik brachten bedeutende Erfolge.

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